Neben unseren wöchentlichen Gottesdienstfeiern treffen wir uns unter der Woche an verschiedenen Orten in der Region. Die Treffen in den Häusern sind uns sehr wichtig.

pfimi@home heisst: Wir treffen uns in einer kleinen, übersichtlichen Gruppe, um miteinander Gott anzubeten und über sein Wort auszutauschen. Was die wöchentlichen Gottesdienstfeiern prägt, soll auch in den Häusern erfahren werden, was die Pfimi ausmacht, soll auch unter der Woche erlebt werden, darum pfimi@home.

Warum sind uns die Treffen in den Häusern (pfimi@home) wichtig?

Gottes Wort zeigt uns, wie wichtig der Dienst in den Häusern ist. Wir sehen dies im Dienst Jesu, aber auch im Leben der ersten Gemeinde. Grund genug für uns auch heute, die Treffen in den Häusern zu betonen.

Wir vergessen oft, dass Jesus nicht nur einen „öffentlichen“ Dienst in Synagogen hatte, dass ER nicht jeden Tag eine Bergpredigt oder eine andere grosse Veranstaltung vor tausenden von Menschen durchführte. Vielmehr sehen wir im Dienst Jesu, später aber auch in der ersten Gemeinde, zwei wichtige Bereiche, oder, wie wir es oft bezeichnen, zwei Flügel. Für uns als Pfimi Bern heisst dies, dass die Gottesdienstfeier der eine Flügel ist, der andere, ebenso wichtige Flügel ist der Dienst in den Häusern, wir nennen diese Treffen pfimi@home. Was in den Häusern geschehen kann, wird uns an vielen Stellen des Neuen Testamentes beschrieben. Zusammenfassend kann man den Dienst in den Häusern wie folgt charakterisieren:

1. Eine starke Betonung auf das Wort Gottes

Immer wieder lesen wir, dass Jesus in den Häusern das Wort Gottes lehrte (Lk 5, 17f; 7, 36ff; 10, 38ff; 14,1ff). Auffallend ist, dass wir einen wichtigen Unterschied zwischen dem „öffentlichen“ Lehrdienst Jesu und seinem Lehrdienst in den Häusern feststellen können. Der Lehrdienst Jesu in den Häusern lässt Raum zum Austausch, zur Diskussion. Während der Bergpredigt hat Jesus keine Pause gemacht, um nachzufragen, ob alle alles verstanden haben. ER wollte klar und systematisch die Grundlagen des Reiches Gottes lehren; dies geschah nicht im Dialog, sondern in Form der Lehre und der Verkündigung. In den Häusern hingegen war der Raum zum Austausch, zum Nachfragen gegeben.

pfimi@home heisst: Wir wollen dem Wort Gottes viel Raum geben. Dies geschieht nicht in Form einer Predigt, sondern im gemeinsamen Austausch. Dabei geht es aber nicht um „rein theoretische Theologie“, sondern um gegenseitige Hilfe im praktischen Ausleben der Dinge, die Gottes Wort uns lehrt. Nicht umsonst fordert uns Gottes Wort ja dazu auf, nicht nur Hörer des Wortes zu sein, sondern eben Täter desselben zu werden (Jak 1, 22).

2. Eine starke Betonung auf das Leben in verbindlicher Gemeinschaft

Jesu betonte in den Häusern aber nicht nur das Wort Gottes, vielfach lesen wir, dass Jesus in den Häusern ass und ganz einfach Gemeinschaft mit Menschen hatte (Mt 9, 10ff; 26, 20ff; Mk 14, 3ff; Lk 5, 29f; 7, 36; 14, 1ff). Menschen fühlten sich wohl in der Gegenwart Jesu und konnten ohne Druck so einfach „von der Leber weg“ austauschen und erzählen. Auch diese Möglichkeit der Gemeinschaft ist ein zentraler Inhalt unserer Treffen in den Häusern. Sie sollen eine Plattform sein, wo wir uns ohne fromme Masken und religiösen Allüren begegnen können. Und wie es in den Zeiten Jesu war, so soll auch in unseren Treffen der Mensch im Mittelpunkt stehen und die Gemeinschaft untereinander gefördert und erlebt werden.

3. Eine starke Betonung auf die Gegenwart und Kraft Gottes

Wir sehen weiter, dass Jesus in den Häusern Kranke heilte (Mt 8, 14f; Mk 2, 1ff; Lk 5, 17ff; 14, 1ff); Menschen, die dämonisiert waren, befreite (Mk 7, 24) und sogar Tote auferweckte (Mt 9, 23ff). Die Offenbarung der Kraft Gottes zum Heil für die Menschen ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Treffen in den Häusern. Das gemeinsame Gebet für Anliegen und Nöte der einzelnen Teilnehmer soll eine herausragende Bedeutung haben.

4. Eine starke Betonung auf den Zeugendienst und verbindliche Nachfolge

Gottes Wort beschreibt uns auch, welchen Wert Jesus darauf legte, dass Menschen, die Gottes Kraft zum Heil erlebten, in ihren Häusern Zeugnis geben (Mk 2, 11; 5, 19). Es ist wichtig, dass davon berichtet wird, was Jesus individuell im Leben eines jeden einzelnen gewirkt hat. Wie wir es in verschiedenen Situationen des Dienstes Jesu in den Häusern sehen, kommt es auch in unseren Treffen immer wieder zu Korrektur und Auferbauung. Da sich in den Häusern die unterschiedlichsten Menschen treffen, ist dieses gegenseitige Verantwortung füreinander Nehmen, das interessiert Sein am Nächsten, ein ganz wichtiges Element im geistlichen Wachstum jedes einzelnen.

5. Eine starke Betonung auf die Verbreitung der guten Botschaft der Erlösung

Als Summe aller dieser Eigenschaften wirken Treffen in den Häusern auf ganz natürliche Art und Weise einladend. Attraktive Gemeinschaft voller Liebe Gottes und Hingabe aneinander wirken anziehend auf Menschen, die sich so sehr nach der Zuwendung Gottes in ihrem Leben sehnen. So ist es ganz natürlich, dass Freunde und Bekannte in diese Treffen in den Häusern eingeladen werden (Mt 9, 10; Apg 10, 27). Das Prinzip ist damals wie heute dasselbe: Wenn Christen ihren Glauben authentisch und transparent leben, werden Menschen, die Jesus nicht kennen, davon berührt und von Gottes Geist angezogen (Apg 2, 46f… und sie hatten Gunst beim Volk). Die erste Gemeinde in Jerusalem, aber auch die anderen Gemeinden, die uns im NT beschrieben werden, haben diese biblische Wahrheit immer wieder erfahren dürfen.

  • Apg 2, 42 & 5, 42: Die Gemeinde in Jerusalem traf sich im Tempel (öffentlicher Dienst) und in den Häusern
  • Apg 20, 20: Der Dienst des Paulus in Ephesus war sowohl öffentlich als auch in den Häusern

 

Weil wir als Pfimi Bern das Vorbild des Wortes Gottes bestmöglich umsetzen wollen, betonen wir diese beiden Flügel.

  1. Unser Gottesdienst ist der eine Flügel Die Betonung des Gottesdienstes liegt darin, dass wir gemeinsam Jesus feiern (Lobpreis und Anbetung) und gemeinsam auf das Wort Gottes hören (Predigt). Der Gottesdienst ist, vergleichbar mit dem öffentlichen Dienst der ersten Gemeinde, in seiner Ausrichtung eher statisch.
  2. Die Treffen in den Häusern (pfimi@home) sind der andere Flügel Wie wir schon weiter oben gesehen haben, sind die Treffen in den Häusern der Ort, wo das Gemeindeleben stattfindet. In ihrer Ausrichtung sind diese Treffen dynamisch, das Prinzip ein jeder hat etwas wird in diesem Rahmen praktiziert.

Mitfeiern

Gerne begrüssen wir Sie in einer unserer Gottesdienstfeiern und/oder in einem Treffen in den Häusern. Unsere Regional-Leiter sind für Sie da, um offene Fragen zu beantworten oder um Ihnen zu helfen, Anschluss zu finden.